über Lamas

Wissenswertes über Lamas und Alpakas

Ein südamerikanisches Sprichwort: «Schaue niemals einem Lama zutief in die Augen, denn du wirst dich darin verlieben».…So erging es mir.

 

Die Familie der Kamele unterteilt sich in Neuweltkameliden NWK (Wildform: Vikunja und Guanako, domestiziert Alpakas und Lamas und in Altweltkameliden (Dromedar und Trampeltier). Lamas und Alpakas wurden schon 7000-5000 v.Chr. auf den Hochebenen der Anden gezüchtet. Sie gehören daher zu den ältesten Haustieren der Welt.

Systematik

Klasse:
Ordnung:
Unterordnung:
Familie:
Gattung:

Säugetier
Paarhufer
Schwielensohler
Kameliden
Neuweltkameliden

Man unterscheidet bei den Lamas zwei verschiedene Typen, das wenig bewollte Classic Lama, welches sich grossrahmig, hochbeinig und mit langgezogenem Rücken auszeichnet. Sein Kopf ist fast pferdeähnlich. Über seinem Rumpf liegt das Wollkleid wie eine Decke, am Hals dünnt die Bewollung aus und Kopf und Beine sind unbewollt. Das Classic Lama ist temperamentvoller als das Wooly Lama und eignet sich sehr als Trekkingbegleiter.
Das Wooly Lama unterscheidet sich hauptsächlich durch seinen dichten, langen Behang, der weite Teile von Stirn und Beine bedeckt. Das Wooly Lama ist kleiner in der Statur und vom Temperament eher gemächlicher. Trainiert ist auch dieser Typ ein optimaler Trekkingbegleiter.
Wir haben bei uns auf dem Betrieb nur Wooly Lamas. Diese Tiere gefallen mir schon durch ihr Erscheinungsbild viel besser, als die Classic Lamas. Für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Behinderten etc. finde ich sie eher passend. Ihr dichtes Vlies animiert zum Kuscheln und hat eher den «Jö-Effekt».

 

Neuweltkameliden laufen nicht auf Klauen oder Hufen, sondern auf weichen Schwielenpolstern. Ihr Tritt schont die Grasnarbe und dadurch sind sie eine Alternative zu Schafen oder Rindern für das Beweiden von empfindlichen Flächen und steilen Hängen. Lamas sind Lauftiere. Vor allem Jungtiere nutzen oft die Gelegenheit sich auf den Weiden auszutoben.

 

Der Unterschied zwischen einem Lama und Alpaka besteht in der Ohrenform (Lamas haben bananenförmige, Alpakas speerförmige Ohren) und durch die Beckenform, sprich den Schwanzansatz.